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BANG! BANG!

FIL BO RIVA in Ludwigsburg

© Linda Gurski

Von Linda Gurski am veröffentlicht.

Es ist ein schöner warmer Frühlingsabend und ihr habt Bock mit Freunden entspannt ein bisschen tanzen zu gehen? Ein Konzert von FIL BO RIVA ist perfekt dafür. Die Band ist gerade auf Tour und das sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Am Dienstag haben die vier Jungs das Scala Theater in Ludwigsburg mit ihrer einzigartigen Musik begeistert.

FIL BO RIVA. Drei Worte und drei Städte: Rom, Dublin und Berlin. Der Halb-Italiener Filippo Bonamici geht mit seiner Musik gerade steil. Die Musik von FIL BO RIVA ist nur sehr einzuordnen. Ein Mix aus verschiedenen Genres mit der einzigartigen Stimme als Erkennungsmerkmal. Nachdem er 2016 seine Debüt-EP "If You’re Right, It’s Alright" veröffentlichte, folgten ausverkaufte Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Aus dem Soloprojekt ist nun eine vierköpfige Band geworden und seit April sind sie auf „Tour N.3“. Am Dienstag haben sie das Scala Theater in Ludwigsburg zum Tanzen gebracht.

Das kleine, alte Theater füllte sich sehr schnell und auf der Bühne war schon das Bühnenbild der Vorband zu sehen. Fünf Luftballons: RIKAS. Für die Stuttgarter Band war das quasi ein Heimspiel. Viele Freunde der Bandmitglieder unter dem buntgemischten Publikum. Mit ihrer neulich erschienen Debüt-EP „Swabian Samba“ heizten sie dem Publikum ordentlich ein. Extrem tanzbare Musik, die vor dem Sommergefühl nur so blüht und der oft mehrstimmige Gesang begeistern das Publikum.

Dann wurde es dunkel. Auf der Bühne der Hauptact des Abends. Die vier Jungs, die die Band FIL BO RIVA komplett machen. Ganz viel Nebel und das Licht ist auf Sänger Filippo gerichtet. Seine raue, markante Stimme erklingt und das Publikum ist gefesselt. Gelungener Einstieg mit einem ganz neuen Song. Die bekannten Songs wie „Killer Queen“ und „Franzis“ durften natürlich nicht fehlen, denn bei ihnen konnte auch das Publikum mitsingen. Die zwei neueren Songs „Head Sonata (Love Control“ und „Blindmaker“ brachten mit ihrer Dynamik und dem Beat das Publikum zum Tanzen und Hüpfen. Zwischendurch gab es zum Ausrasten ein Cover von Johnny Cash.

Bei den ruhigeren Songs wie „Falling“ oder „Greeningsless“ stand die rau-warne Stimme von Fil im Vordergrund. „Das ist ein neues Lied. Es ist traurig, aber sehr schön. Bitte nicht weinen!“, verkündete er und setzte sich ans Klavier. Auf der Bühne war nur Fil und sonst war alles dunkel. Das Publikum war still – wie erstarrt – und hörte nur ihm zu. Ein Song mit einem italienischen Refrain. Gibt es was noch Schöneres? Ich denke nicht.

Insgesamt spielte die Band sehr viele neue Songs, was noch mehr Lust auf das Debüt-Album macht. Hoffentlich lässt die Band ihre Fans nicht mehr allzu lange warten. Nach etwa einer Stunde und

drei Zugaben endete das Konzert mit einem wirklichen Highlight. Die Fans sangen und tanzten zusammen mit FIL BO RIVA und einer extrem coolen und längeren Version von „Like Eye Did“ in die Nacht. BANG BANG!