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RAZZ im Interview

© Christina Henning

Von Linda Gurski und Christina Henning am veröffentlicht.

Am 27. Januar hat die Band RAZZ in der STADTMITTE in Karlsruhe gespielt. Christina und Linda haben Sänger Niklas und Schlagzeuger Steffen nach ihrem Auftritt zum Interview getroffen.

Hier gibts das komplette Interview nochmal zum Nachlesen.


Wie war eure Tour bisher?

Niklas: Es war alles nicht so gut. lacht. Nein, sehr viele Sachen sind ausverkauft. Wir hatten bis jetzt auch echt wenig, viel Spaß. Was uns auch total gefreut hat, dass wir in Städten gespielt haben, in denen wir noch nie vorher waren, wie beispielsweise in Karlsruhe. Wir haben, klar, schon einige Festivals hier gespielt, aber  noch nie bei unserer eigenen Tour oder ein eigenes Konzert. Und dass dann doch so viele Leute vorbeikommen, hat uns wenig gefreut. Das war sehr cool, ja.

Auf welchen Festivals habt ihr hier gespielt?

Niklas: Wir waren auf dem Happiness, was ja hier in der Nähe ist und ich weiß gar nicht was sonst noch hier in Karlsruhe ist.

Steffen: Wir waren noch auf dem „Das Fest“ Festival auch in Karlsruhe, war sehr cool auf jeden Fall. Wir haben da eigentlich schon ein Jahr vorher gespielt, aber es waren Sturmwarnungen und dann wurde unser Konzert abgesagt. Und dann wurden wir im nächsten Jahr wieder eingeladen, was sehr cool war.

Wie seid ihr denn generell zur Musik gekommen? Was war der Auslöser?

Niklas: Also ich persönlich bin zur Musik gekommen glaub ich dadurch, dass meine Mutter relativ musikalisch ist und ich hatte aber irgendwie immer schon Lust Gitarre oder irgendein Instrument zu spielen. Und hab dann im Kindergarten angefangen Glockenspiel zu spielen, dann Klavier und dann bin ich zur Gitarre gewechselt. Aber so allgemein sind wir zur Band gekommen…

Steffen: Eigentlich hat das angefangen durch meine Mutter. Und zwar Christian, Niklas und ich waren zusammen in der Grundschule und im Kindergarten. Und irgendwann auf den weiterführenden Schulen haben sich dann bisschen so unsere Wege getrennt. Und irgendwann meinte meine Mutter dann zu mir: Ja du kennst doch noch den Niklas Keiser aus der Grundschule, der spielt jetzt Gitarre. Wollt ihr nicht mal irgendwie zusammen Musik machen? Und dann so: ja, ja, ja okay. Dann haben wir angefangen Musik zu machen. Haben erst so n bisschen Rock’n’Roll Songs gecovert, The Pixies oder The Strokes und so. Und irgendwann haben wir angefangen eigene Mucke zu machen.

Was sind eure musikalischen Vorbilder oder Einflüsse?

Niklas: Einiges. Ich finde es immer schwierig Einzelne Bands zu benennen. Ich bin z.B. jemand, der voll viel neue Songs und einzelne Songs hört, nicht nur komplette Alben. Ich kauf mir zwar auch gesamte Alben, so 4-5 im Monat, die so rauskommen. Aber wenn man so Bands benennen muss, find ich das immer schwierig. Klar, Editors irgendwie so ein bisschen, Depeche Mode, so ein bisschen Two Door Cinema Club.

Steffen: Auf jeden Fall viel durch die alten Platten unserer Väter, so was man da so mitbekommen hat. Den Einfluss, den ich bei RAZZ reinbringe, war viel Discomusik ehrlich gesagt. So Discobeats und so aus den 80ern. So alte Discoplatten von meinem Vater. Und die haben mich so ein bisschen geprägt, was das Schlagzeug auf jeden Fall angeht.

Niklas: Gerade beim aktuellen, also beim zweiten Album, hab ich noch viel Nick Murphy gehört, also auch viel Elektronisches.

Was wolltet ihr bei der zweiten Platte anders machen als bei der ersten?

Niklas: Darüber haben wir eigentlich gar nicht so viel nachgedacht. Das war mehr so: Wir hatten super viel Zeit bei der zweiten Platte. Klar, bei der ersten noch ein bisschen mehr, weil da gar kein Druck da war und so weiter. Aber wir haben uns schon wirklich für in den Proberaum gesetzt und schon voll viele Demos und Instrumentals aufgenommen. Und dadurch haben wir uns beim zweiten Album ein bisschen mehr auf Sounds fokussiert. Hinzu kam dann, dass Stephen Street unser zweites Album produziert hat. Er ist weniger aufs Arrangement eingegangen, sondern mehr auf so Soundsachen, wie z.B. die Snare anders klingen zu lassen. Und vor allem auch darauf, dass das Album als Gesamtes irgendwie klingt und darauf geachtet, dass es von vorn bis hinten so ein gesamtes Werk ist. Was dem Album glaub auch ganz gut tat.

Wie war denn die Zusammenarbeit mit Stephen Street?

Niklas: Wie gesagt, er ist vor allem auf den Sound eingegangen. Das erste Mal als wir ihn kennengelernt haben war bei einer Show in Meppen. Und ihm wurde quasi unsere Musik gezeigt und er war relativ begeistert. Und meinte: Ich schau mir die gerne live an und war dann noch begeisterter. Gottseidank. Und dann sind wir ins Studio gegangen, haben so ne Probesession gemacht, weil es eben auch voll wichtig ist, dass man so zwischenmenschlich miteinander klarkommt und irgendwie so eine gewisse Vertrauensbasis entsteht. Und das hat alles funktioniert und es war mega gut mit ihm zusammenzuarbeiten. Gerade auch weil er Native Speaker ist und dann noch über die Texte drüber geschaut hat. Das hat der Platte glaube ich auch sehr gut getan.

Mit welchem Künstler oder welcher Band würdet ihr gern mal zusammenarbeiten?

Steffen: Ich hätte Bock auf irgendwas Elektronisches, also wie gesagt Nick Murphy/Chet Faker wäre glaube ich interessant. So ein bisschen die Welten zusammenbringen, so Indienrock und Elektro. Das fand ich cool. Oder großer Traum wär zum Beispiel The Smiths, Morrissey. Das wär schon cool mit ihm was zu machen. Aber im Vordergrund steht natürlich, dass es dann harmoniert. Also vielleicht würden wir auch mit Seed einen geilen Song schreiben. Wer weiß. Man kann vorher nicht wissen, was dabei rauskommen würde. Prinzipiell wär ich für alles offen, einfach mal gucken was passiert.

Niklas: Ich glaub ich hätte Bock zusammenzuarbeiten mit Michael Jackson.

Steffen: Kann ich unterschreiben.