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Warum so populär?

"Der Vogelfänger bin ich ja"

© Pixabay

Von Lena Schmidtke am veröffentlicht.

Die kennt doch einfach jeder - selbst wer sich nicht für klassische Musik interessiert: die Arie „Der Vogelfänger bin ich ja“ aus Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Die Zauberflöte“. 1791 uraufgeführt, seitdem eine der meistgespielten Opern weltweit. Klar, dass dann auch viele der Stücke der Oper weltbekannt sind, auch bei Opernlaien:

Dieser Audio-Beitrag enthält Gema-Material und musste aus diesem Grund 7 Tage nach Veröffentlichung depubliziert werden.

Besonders bekannt ist aber auch die Arie „Der Vogelfänger bin ich ja“ – gesungen wird sie in der Zauberflöte von dem Charakter Papageno. Papageno ist der Begleiter des Helden und die lustige Figur in der Oper. Er ist faul, etwas feige und ziemlich verfressen – alles in allem also ein sehr unterhaltsamer Charakter. Insgesamt neun Gesangseinlagen hat er in der Oper – warum aber ist gerade „Der Vogelfänger bin ich ja“ so populär und auch bei Nicht-Opern-Fans bekannt? Das habe ich versucht rauszufinden und wollte dafür erst mal von den Karlsruherinnen und Karlsruhern wissen, wie ihnen die Arie gefällt:

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„Der Vogelfänger bin ich ja“ kommt beim Publikum also überwiegend gut an – aber wie findet das eigentlich die Gegenseite, sprich der Sänger von „Der Vogelfänger bin ich ja“? Lorenzo De Cunzo ist Gesangsstudent im 7. Semester an der HfM Karlsruhe und ist an Konzertabenden schon oft in die Rolle des Papageno geschlüpft. Und natürlich hat er dann auch „Der Vogelfänger bin ich ja“ gesungen. Mir hat er verraten, wie ihm als Interpret das Stück so gefällt.

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Das Stück ist also auch bei Sängern beliebt!

Einmal zusammengefasst, was bisher zu dem Stück zwischen den Zeilen gesagt wurde:

  • Das Stück ist sehr eingängig - nach ein paar Mal hören kann ich es problemlos mitsingen.
  • Dazu tragen auch der einfache Rhythmus und die Melodie bei.
  • Zusammen mit der Instrumentierung erinnert das Stück daher eher einem Volkslied. 
  • Außerdem hat der Satz „Der Vogelfänger bin ich ja, stets lustig, heißa, hoppsasa“ eine Art Refrainfunktion, was an Poplieder erinnert.

Wahrscheinlich spricht das Stück deshalb so viele Leute an, auch die, die eigentlich nichts an Opern haben.