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"Als Musiker bist du kein Einzelkämpfer"

Ein Gespräch mit Chrisoph Prégardien

© Franka Hennes

Von Alexandra Gulzarova, Bennet Leitritz, Penelope Gatidis, Lilly Timme, Henrike Wagner, Franka Hennes, Tabita Prochnau und Sarah Lindenmayer am veröffentlicht.

Christoph Prégardien gehört zu den bedeutendsten lyrischen Tenören. Ihm liegt viel daran, mit seinem Gesang Emotionen zu vermitteln und sich mit seinen Rollen in Lied und Oper zu identifizieren. Darüber sprach er mit Alexandra Gulzarova und Henrike Wagner. Anlass bot der Meisterkurs zur Liedgestaltung, den Prégardien im Oktober an der Hochschule für Musik Karlsruhe gab.

 

„Über Liebe kann man nur singen, wenn man sie selbst erfahren hat“ - Christoph Prégardien

Christoph Prégardien über seinen Sohn Julian: „Wir haben bewusst entschieden, dass er nicht bei mir studiert“

Prégardiens Sohn Julian (37) ist genau wie sein Vater lyrischer Tenor. Gesang hat er aber nicht bei seinem Vater studiert, sondern an der Musikhochschule Freiburg. Rückblickend ist der Vater froh darüber: „Ich glaube, das war ganz gut für ihn, auch um sich von mir und dieser Vaterfigur zu lösen. Die ist ja doch so ein bisschen dominant, wenn sie im gleichen Fach passiert“.

Christoph Prégardien glaubt auch, dass er und sein Sohn nicht besonders gut zusammengepasst hätten. Während Julian eher „der großer Instinktsänger“ ist, setzt sein Vater auf technische und interpretatorische Genauigkeit. „Da wären wir schon aneinander geraten.“

Heute ist Prégardien glücklich über den Erfolg seines Sohnes. Als Sänger geben sie sich beide Ratschläge und stehen auch gemeinsam auf der Bühne. 2014 erschien ihre CD „Vater & Sohn“.

 

 

Mit Geschick wechselt Prégardien zwischen den verschiedenen Rollen in Schuberts „Erlkönig“.