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Junger Kulturkanal

LÄUFT

#DaheimDabei mit Sasha

Sasha aus seinem Wohnzimmer

© xray Entertainment GmbH

Von Milena Jaiser am veröffentlicht.

Sasha ist bereits seit über 20 Jahren erfolgreich im Musikgeschäft. Zehn Studioalben hat er schon veröffentlicht, neun davon wurden durchweg mit Gold und Platin ausgezeichnet.
Doch die aktuell anhaltende Corona Pandemie stellt auch Sasha vor neue Herausforderungen. Volle Stadien und ausverkaufte Tourneen sind im Jahr 2020 ein Wunschdenken. Also entscheidet sich Sasha im Mai ein Wohnzimmer Konzert für seine Fans zu spielen. Sasha spielt mit zwei Bandkollegen, Chris und Charly bei der Reihe #DaheimDabei. Das Konzept kommt von dem Musikexpress, dem Rolling Stone Magazin und Magenta TV übertragt es.


Bei der Konzertaufnahme lädt uns Sasha ein, einen Blick in sein privates Umfeld zu bekommen. Die drei Musiker sitzen auf Barhockern in Sashas Wohnzimmer. Hinter ihnen steht eine braune Ledercouch. Dahinter auf der linken Seite ist eine große Glasfront, von der aus man den Garten sieht. Die andere Wand ist mit bunten Bildern und Malereien bestückt. Sashas Wohnzimmer ist modern und sehr stilvoll eingerichtet.
Für die Konzertaufnahme wurden zwei Kameraperspektiven eingerichtet. Eine in der Totalen und eine freie Kamera, die etwas mehr links steht.

Zu Beginn stellt Sasha seine Bandkollegen vor und erzählt, dass dieses Konzert sehr spontan war. Ohne große Ausführungen geht es direkt los mit dem ersten Song: „Good Days“. In dem Refrain singt Sasha voller Überzeugung „let the good days follow“, womit er einen Nerv bei allen Zuschauern trifft. Wir hoffen wohl alle, dass bald wieder erfreulichere Tage kommen. Weiter geht es mit dem Song „Polaroid“. Sasha will in diesem Song daran erinnern, dass man Momente einfach mal genießen soll und nicht ständig die Kamera auf alles halten soll. Auf diesen ruhigen Song folgen zwei Stimmungsmacher mit „Lucky Day“ und „I feel lonely“. Charly wechselt zwischen den Songs von Gitarre über Geige und Cajon. Die beiden Bandkollegen singen oft eine weitere Stimme in den Refrains, was Sashas Stimme wunderschön umschließt. Man sieht, dass die drei schon oft miteinander musiziert haben: Sie sind perfekt aufeinander abgestimmt und haben einfach Spaß gemeinsam Musik zu machen. Die Songs fünf und sechs sind Coverversionen und heißen „Through the Barricades“ und „Plush“. Der Song „Roooftop“ wird ohne große Vorankündigung gespielt. Mitten im Song ruft Sasha: „Und Alle springen!“. Pure Gewohnheit oder eher ein kleiner Gag zwischendurch?
Bei diesem Lied zeigt Sasha nicht nur, was für ein großartiger Sänger er ist, er überzeugt auch an der Mundharmonika.
Schon viel Glück gebracht hat ihm der Song „If you believe“. Sasha witzelt, dass dieses Stück ihn schon *hust* Jahre begleitet. Zum Schluss gibt es einen von Sashas Lieblingssongs, den er auch covert: „Hard to handle“. Er verabschiedet sich während des Songs und die Kamera zieht plötzlich auf. Man fliegt rückwärts mit der Kamera aus dem Wohnzimmer und durch die Küche - ein kurzer Blick hinter die Kulissen. Eigentlich ein super Abschluss, nur warum springt man dann für wenige Sekunde mit der Kamera wieder in die Totale?

Insgesamt ein schönes Konzert. Trotzdem wirkt es teilweise etwas gehetzt, nach dem Motto: Hauptsache schnell im Kasten. Dazu hätte ich mir zwischen den Songs mehr Moderationen gewünscht und private Geschichten, die das Wohnzimmer Gefühl abgerundet hätten.