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Das Ende einer Ära - the weeknd

Kann ein angekündigter Abschied gelingen?

© Elias Bayha

Von Elias Bayha am veröffentlicht.

31.07.2026: Die Popstar-Ikone „the weeknd“ steht seit über vier Jahren wieder auf einer Bühne in Deutschland. Mit Feuer und tosendem Applaus beginnt seine neue und vielleicht auch letzte Tour. „After Hours Til Dawn" bindet in einer Tour alle seine Alben zusammen und soll der Abschluss der Künstlerpersönlichkeit „the weeknd" (bürgerlich Abel Tesfaye) sein.

Insgesamt neun Konzeptalben bilden drei Trilogien. Konzeptalben sind solche, die nicht nur eine Zusammenstellung verschiedener Songs eines Künstlers sind, sondern eine durchgehende Geschichte erzählen. Mit seinem letzten Album „Hurry Up Tomorrow" hatte Abel schon angekündigt, seinen Zyklus zu schließen. Und tatsächlich: Der letzte Song des Albums bildet einen perfekte Übergang in sein allererstes Album. Theoretisch könnte man alle neun Alben in einem Kreislauf durchhören. Ein musikalisches Gesamtwerk – ohne Unterbrechung!

Mit der Tour kam auch die erschreckende Ankündigung, dass Abels Zeit als the weeknd mit der Tour zu Ende geht. Was danach folgen soll, sei noch nicht klar: vielleicht ein ganz neuer Weg unter einem anderen Namen oder vielleicht doch der wohlverdiente Ruhestand mit 36 und ca. 600 Millionen Euro.

Doch warum aufhören, wenn er noch jahrelang auf der Welle seines Erfolgs schwimmen könnte. Meiner Ansicht nach will er sein Gesamtwerk versiegeln: den perfekten Kreis, die dreifache Trilogie, die Ära als the weeknd. Aber wer weiß – vielleicht ist alles auch nur ein sehr geschickter Marketingstunt!

Der Deutsche Bank Park (auch „Waldstadion" genannt) ist ausverkauft, mit ca. 50.000 Besuchern an jedem Abend. Insgesamt drei Konzerte spielt the weeknd hier, bevor seine Reise nach München weitergeht. Das Wetter stellt eine große Herausforderung dar, denn bei fast 40 Grad beginnt der Einlass. Vor Ort gibt es aber kostenlose Wasserstände und mehrere Notfallzelte verteilt im Stehbereich. Die Bühne stellt im Hintergrund eine dystopische, metallene Stadt dar und erstreckt sich in einem Kreuz über den gesamten Stehbereich. Den Abschluss bildet eine kleine, runde Erhebung am Kopf der Bühne, welche später als persönliche Stage genutzt wird. Als Herzstück thront eine 12 Meter hohe goldene Frauenstatue. Diese wurde vom japanischen Designer Hajime Sorayama angefertigt. Die Statue dreht sich im Verlauf der Show, Laser strahlen aus den Augen auf die Bühne und auch Rauch kommt aus den Händen hervor.

Mit „Baptized in Fear" eröffnet the weeknd sein Konzert. Ein sehr persönlicher und emotionaler Song und nicht unbedingt einer seiner größten Hits. Er zeigt dem Publikum durch seine Songs einen Teil seines Lebens, denn alle Alben und Lieder spiegeln Abschnitte in Abels Entwicklung wider: Sorgen, Ängste, Erkenntnisse und Emotionen. Jeder Song ist ein Stück seiner Selbst. Die Bühne betritt er erst verborgen, er trägt eine Maske und performt so die ersten Songs. Während der Song „Faith" ausklingt, der von Vertrauen und Loslassen handelt, fällt dann die Maske. Die mysteriöse Künstlerpersönlichkeit zeigt sich zum ersten Mal als Abel: grinsend und euphorisch. 

Der Sonnenuntergang taucht die goldene Statue in rötliches Licht, und endlich kühlt sich die Temperatur ab auf ca. 30 Grad. Die Spezialeffekte der Bühne kommen nun wahrlich zur Geltung. Die Songs werden untermalt durch Licht-, Feuer-, Laser- und Raucheffekte. Das Stadion glüht und die Fans werden mit jedem Song förmlich lauter. Die Setlist der Tour und die Auswahl der Songs sind perfekt getroffen. Songs aus dem neuen Album. Songs aus den ersten Alben. Bekanntere Hits, bei denen die Crowd bebt, und persönliche, eher unbekannte Titel. Ich fühle mich angeregt zum Mitsingen, Mitfühlen und Tanzen. Die Lichteffekte ziehen sich auch weiter durchs Publikum, da jeder ein Armband mit LEDs am Eingang bekommen hat. Die Lichtbilder, die im Stadion gemalt werden, passen zur Stimmung und unterstützen den jeweiligen Song. Für persönliche Titel kommt er nach vorne auf die kleine Erhebung und singt unter einem Scheinwerfer. Unter den LED-Arkaden auf dem Kreuz nähert er sich den Fans, und hin und wieder bleibt er staunend vor der Statue stehen.

Das Konzert endet noch heller und leuchtender, als es begonnen hat. Mit „Moth to a Flame" beendet er seinen Konzertabend, umgeben von Flammen und jubelnden Fans. Zurück bleibt ein besonderes Werk der Popmusik. Die Frage ob the weeknd nun wirklich für immer verschwindet bleibt offen. 

Eine Bühnenassistentin berichtet über den Aufbau der Bühne und die Show :

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