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Junger Kulturkanal

LÄUFT

Der Klang des Herzens

180 Sekunden Passion

© Joshua Bayless, Charlotte Reece

Von Joshua Bayless und Charlotte Reece am veröffentlicht.

Der Klang des Herzens

Im Laufe des Lebens passieren viele Dinge – und manchmal zwingt es uns auch, unser eigenes Leben völlig auf den Kopf zu stellen. 

Valeria Mengozzi ist Grundschullehrerin und lebt seit über 20 Jahren in Karlsruhe. Seit ihrer Kindheit leidet die gebürtige Italienerin an einer Herzrhythmusstörung. Herausgefunden hat sie das allerdings erst als erwachsene Frau. Im Alltag äußerte sich die Krankheit vor allem durch unerwartete Ohnmachtsanfälle. 

Das gerade die Saranda, ein Indisches Instrument, ihr dabei helfen könnte, hat sie im ersten Moment selbst nicht glauben können.

Und dann kam diese Musik und ich war wie in Trance. – Valeria Mengozzi

Das Instrument, die Saranda

Die Saranda ist ein indisches Saiteninstrument, die einer Laute oder Fidel äußerlich ähnelt. Sie hat drei Saiten, die mit einem Bogen bespielt werden. Der Instrumentalist oder die Instrumentalistin sitzt im Schneidersitz auf einem Kissen und die Saranda wird auf dem Kissen abgestützt. Die Saranda wurde von Guru Arjan Dev entworfen. Sie hat einen sehr tiefen und mysteriösen Klang. Die Saranda hört man häufig in der Musik und den Tänzen von indischen Stämmen, wie beispielsweise dem der Tripuri. Sie begleitet dabei meist einen Solisten oder eine Solistin oder eine Gruppe von Volkssängern. Einer der bekanntesten Musiker, der die Saranda spielt, ist Professor Surinder Singh, der Gründer und Rektor  der Raj Academy in London.

Das Audio-Porträt

Zu Valerias Geschichte ist auch ein Audiostück entstanden: 

Der erste Ton, der so richtig schön und melodisch für meine Ohren war, das war wie… wie ein Funke, wie ein Sonnenaufgang, wie ein Licht in der Nacht.– Valeria Mengozzi