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Der Lange Weg zum "Pretty Burger"

...all das steckt hinter einem Burger aus Philipps Food Truck

© Stefanie Fiedler

Von Stefanie Fiedler am veröffentlicht.

Street Food?

„Street Food“ ist heutzutage kein unbekannter Begriff mehr, sondern in den Köpfen der Menschen längst angekommen. Das Prinzip ist simpel: aus einem ansehnlichen, meist umgebauten, aber trotzdem verkehrstüchtigen Fahrzeug, dem sogenannten „Food Truck“, wird Essen angeboten. Dieses Street Food wird dann frisch vor Ort zubereitet. Es muss also schnell gehen und darf auch nicht zu teuer sein.
Auch Philipp Silvergieter aus Karlsruhe steht hinter diesem Konzept und hat sich vor einigen Jahren den Traum vom eigenen Food Truck erfüllt.

Aber woher kommt Street Food eigentlich?
Die Geschichte des Food Truck :

Der große und unverkennbare Vorteil eines solchen „Street Food Trucks“ liegt auf der Hand: die kreativen Köche, die das Essen aus ihrem Truck heraus verkaufen, sind örtlich nicht gebunden. Der große Vorteil unserer kulinarisch-interessierten Gesellschaft: modernes, internationales, frisches und kreatives Essen ist hip, auch wenn es auf der Straße und direkt von der Hand in den Mund verspeist wird.

Philipp aus Karlsruhe hat das Potenzial im Food Truck erkannt und schmeißt seit 2015 seinen "Pretty Burger".

Aber welcher Aufwand steckt eigentlich dahinter, bis man in solch einen Burger von Philipp endlich reinbeißen kann?
Der lange Weg zum "Pretty Burger" :

Street Food Festival?

Food Trucks sind Trend.
...und nicht nur Philipp hat sich dieses Konzept zu eigen gemacht
- in Deutschland gibt es heutzutage schätzungsweise über 1.000 Food Trucks.

Und so ist es kaum verwunderlich, dass sich daraus ein weiterer Trend ergeben hat: das Street Food Festival.
Auch hier ist das Prinzip wieder genauso simpel: zahlreiche Food Trucks kommen von überall her zusammen und verwandeln Plätze und große Gelände in den unterschiedlichsten Städten zu einem „Mekka des Street Foods“.
Meist mehrere Tage lang gibt es dann ein geballtes Angebot an vielfältigem Essen und Getränken, Alkohol, oft Live-Musik oder DJ’s. Meistens kostenlos, manchmal müssen Besucher auch einen Eintritt bezahlen – aber immer entsteht ein Event.

Der Ursprung von Street Food Festivals ist schwer zu ergründen, sie entstanden letztendlich parallel zu den immer mehr werdenden Street Food Trucks.
Seit 2013 gibt es den „World Street Food Congress“, der zu dieser Zeit bereits als „first of its kind in the world“ zehn Tage lang Street Food aus der ganzen Welt in Singapur zusammenbrachte. Die deutsche GbR „STREET FOOD FESTIVAL“ vermerkt auf ihrer homepage einen Rückblick auf das erste Festival Deutschlands im Jahr 2014. Allerdings gab es 2006 auch bereits den „Vegan Street Day“, ein Straßenfest bei Dortmund, bei dem ausschließlich veganes Essen angeboten wurde. Auch den Vegan Street Day kann man mit Sicherheit zu einem der ersten Food Festivals zählen – mittlerweile ist dieses Fest das größte vegane Street Food Festival Deutschlands.

Heutzutage kommt man fast nicht mehr durch den Sommer, ohne selbst auch mal eins der Festivals zu besuchen – alleine im Mai finden im deutschsprachigen Raum insgesamt 26 Street Food Festivals statt. Sowohl in Großstädten, wie auch an kleinen, unbekannten Orten, werden die Events veranstaltet. Und auch bei der Thematik, unter der das Food Festival stattfinden soll, wird Kreativität an den Tag gelegt:
dieses Jahr kann man am 30. und 31. März das OrientFood Festival in München besuchen, am 1. Juli findet in Gießen das Burger&Beer Festival statt. Aber auch Festivals mit dem Motto „Balkan“ oder „Sucuk“, lassen sich finden – in Berlin gibt es seit letztem Jahr das erste „Dumpling Festival“, bei dem sich alles rund um die asiatische Teigtasche dreht.

Die Termine kann man alle im Internet nachlesen und es lässt sich schließlich nur festhalten: Street Food Festivals treffen den Nerv der Zeit und sind an einem warmen Sommertag auf jeden Fall einen genüsslichen Besuch wert!

Das macht einen dann irgendwo auch sehr stolz und sehr glück wenn man diese Reaktion sieht, [...] dass man dann doch die richtige Leidenschaft da rein steckt.– Philipp Silvergieter