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"Solange ich noch einigermaßen fit bin, werde ich mich einsetzen."

Karlsruher Rede 2018: Schwester Lea Ackermann

© BA 5

Von Janina Heinle, Charlotte Reece, Sophie-Caroline Danner, Elisa Beck und Chris Reuter am veröffentlicht.

Schwester Lea ist 81 Jahre alt. Unermüdlich kämpft sie gegen Unrecht. Seit mehr als dreißig Jahren setzt sie sich mit Ihrer Organisation SOLWODI („solidarity with women in distress“) gegen Menschenhandel und Prostitution ein.
 

Schwester Leas Warnung ist klar: Man darf seine Augen nicht vor der Realität verschließen. Deutschland muss aufwachen, das macht sie auch bei der Absolventenfeier unserer Hochschule deutlich.Schwester Lea fühlt sich wohl an unserer Hochschule, umgeben von jungen Musikern. Ihre Forderung: wir müssen uns engagieren gegen Missbrauch und Ausbeutung der Frauen.

Ich finde es ganz wunderbar, wenn junge Menschen sagen: "Nein. So nicht, und nicht mit uns!"– Schwester Lea

Schwester Lea will, dass alle vom Leid der Frauen und Kinder erfahren. Deshalb organisiert sie vom 2.-5. April 2019 einen Weltkongress, bei dem Frauen aus aller Welt von ihrem Leid berichten können. Mut geben zum Weitermachen, das will Schwester Lea. Ein Gedicht von James Krüss prägt ihr Weltbild ganz besonders:

Ich freue mich wenn ich helfen kann. Das macht mich froh.– Schwester Lea

Auszüge aus der Karlsruher Rede 2018

Gehalten von Schwester Lea

Zu Beginn ihrer Arbeit in Kenia machte Schwester Lea Bekanntschaft mit Katharina, einer Prostituierten. Diese Begegnung änderte für sie alles.

Solwodi (Solidarity with women in distress) hilft Kindern und Frauen dabei, aus der Prostitution und Ausbeutung auszubrechen. Neben einer schulischen Ausbildung bekommen die Kinder Anregungen zur Freizeitgestaltung.

Schwester Lea kämpft gegen die Globalisierung von Gleichgültigkeit, die durch die ungleiche Verteilung von Reichtum entsteht. Sie plädiert für Solidarität und Menschlichkeit.

Wir müssen uns alle fragen ob nicht jeder dazu beitragen kann, die Welt lebenswerter und gerechter zu machen.– Schwester Lea

Die Karlsruher Rede 2018: Von Menschenhandel und Prostitution