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Was wäre, wenn...?

Ein Podcast über die Zukunft der Bayreuther Festspiele

© Iris Freiberger

Von Absolventen JKK am veröffentlicht.

150 Jahre Tradition am Grünen Hügel – aber wie lange noch? Iris stellt die Fragen, die sich niemand zu fragen traut: Was wäre, wenn sich Bayreuth wandeln würde?

Fünf Gedankenexperimente, die das traditionsreiche Opernfestival auf den Prüfstand stellen. Dürfen andere Komponist:innen neben Wagner erklingen? Kann Bayreuth ohne die Wagner-Familie überleben? Wie sähen die Festspiele aus, wenn Wagner sie heute gründen würde? Warum steht das Festspielhaus elf Monate im Jahr leer? Und braucht Wagner überhaupt junge Fans? Hier ist Raum für neue Ideen, unbequeme Wahrheiten und überraschende Antworten. Die Zukunft der Festspiele beginnt mit einer einfachen Frage: Was wäre, wenn...?

Folge 1: Was wäre, wenn nicht nur Wagner bei den Bayreuther Festspielen gespielt würde?

Das Leitbild der Festspiele lautet: Wagner und Wagner only. Doch was wäre, wenn sich die heiligen Hallen für andere Komponist:innen öffnen würden? Könnte Meyerbeer neben Wagner erklingen? Wären zeitgenössische Auftragswerke denkbar? Expert:innen aus Musikwissenschaft, Kulturmanagement und dem Wagner-Kosmos diskutieren zwischen Bewahrung und Erneuerung. Während die einen in der Öffnung eine Chance zur Belebung sehen, warnen andere vor dem Verlust des einzigartigen Charakters. Doch die Satzung der Richard-Wagner-Stiftung ist klar – oder etwa doch nicht?

Folge 2: Was wäre, wenn die Festspiele nicht länger in den Händen der Wagners lägen?

Seit Richard Wagner 1876 die Festspiele gegründet hat, liegt die Festspielleitung in der Familie. Aktuell ist Urenkelin Katharina Wagner an der Reihe. Doch wer kommt nach ihr? Schon jetzt wird die Führungsstruktur umgebaut. Wäre eine außenstehende Person der Beginn des Wandels oder das Ende der Authentizität? Manche Wagner-Experten:innen berufen sich auf Tradition und Geschichte, andere sehen gelassen der Zukunft entgegen. Entscheidend ist schließlich nicht die Herkunft der Leitung, sondern was sie auf die Bühne bringt.

Folge 3: Was wäre, wenn das Festspielhaus ganzjährig bespielt würde?

Nur einen Monat im Jahr erklingen Wagners Opern am Grünen Hügel. Würde es wirtschaftlich nicht enorm helfen, auch im restlichen Jahr dort zu spielen? Die Realität ist ernüchternd: Keine Heizung, keine Klimaanlage, und ein Orchestergraben, der Gastspiele zur logistischen Herausforderung macht. Das Festspielhaus verkörpert aber auch ein Stück Geschichte und trägt Wagners musikalisches Erbe in sich. 

Folge 4: Was wäre, wenn Richard Wagner heute leben und seine Festspiele gestalten würde?

Wagner war seiner Zeit voraus: Ein versenkter Orchestergraben, die Saalverdunklung, das Konzept des Gesamtkunstwerkes. Ein Mann, der sich ein eigenes Theater nach seinen Vorstellungen erbauen ließ. Expert:innen sehen ihn als Perfektionisten und ewigen Experimentator, der musikalische Grenzen verschieben wollte. Wie hätte er heute das Musiktheater umgesetzt? Würde er neue Technologien verwenden? Sein Motto war schon damals: Kinder, macht Neues!

Folge 5: Was wäre, wenn sich die Festspiele gezielt an ein jüngeres Publikum richten würden?

Der gesellschaftliche Wandel spiegelt sich auch im Publikum wieder. Es kommen weniger eingefleischte Wagnerianer und mehr Neugierige. Kinderoper, vergünstigte Tickets für unter 25-Jährige – erste Schritte sind gemacht. Sind Wagners männerdominierte Geschichten noch zeitgemäß für die Generation Z? Brauchen die Bayreuther Festspiele überhaupt junge Menschen, und wenn ja, wie erreicht man sie? Die einen sprechen von Bayreuth als Endstation für bereits Opernbegeisterte, andere entdecken überraschende Parallelen zwischen Wagner und aktuellen gesellschaftlichen Themen. Wie sieht das Publikum von Morgen aus?

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